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Mögliche Ursachen der Depression

Folgende Faktoren werden als mögliche Ursachen für Depressionen angesehen:

  • Erbliche Veranlagung
  • Ungleichgewichte von Botenstoffen im Nervensystem
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Stress durch aktuelle oder zurückliegende belastende Ereignisse
  • Chronische körperliche Erkrankungen (z.B. Herzrhythmusstörungen, chronischer Rückenschmerz, Schilddrüsenunterfunktion)
  • Erlernte negative Denkmuster
  • Schlafstörungen
Erbliche Veranlagung
Untersuchungen konnten aufzeigen, dass bei Verwandten von depressiven Patienten ein erhöhtes Risiko besteht, selbst an einer Depression zu erkranken. Obwohl somit offensichtlich die Gene eine Rolle spielen, besteht nach dem aktuellen Forschungsstand keine Klarheit darüber, welche Gene an der Auslösung der Krankheit beteiligt sind.
Ungleichgewichte von Botenstoffen im Nervensystem
Forschungen im Bereich der Neurobiologie unterstützen die Theorie, dass bei Menschen mit Depressionen eine Fehlregulation bestimmter Botenstoffe im Gehirn vorliegt. Bei Betroffenen führt dies zu einer Verminderung der Interessen und des Antriebs sowie zu einem Mangel an Freude. Für die Forschung sind vor allem die Botenstoffe Serotonin, Noradrenalin und Dopamin relevant.
Nebenwirkungen von Medikamenten
Einige Arzneimittel können Depressionen als unerwünschte Nebenwirkung auslösen. Dies ist zum Beispiel bei Cortisonpräparaten oder Medikamenten zur Behandlung von Schizophrenie (Neuroleptika) möglich.
Stress durch aktuelle oder zurückliegende belastende Ereignisse
Akute Trennungs- oder Verlusterlebnisse, wie das Ende einer Beziehung oder der Verlust des Arbeitsplatzes, können Auslöser einer Depression sein. Auch privater und beruflicher Stress oder lang andauernde, belastende Erfahrungen in der Lebensgeschichte sowie traumatische Erlebnisse in der Kindheit können eine Rolle spielen. Auch positiver Stress bei veränderten Lebensereignissen kann depressive Symptome nach sich ziehen (Schwangerschaft, Umzug, Hochzeit).
Chronische körperliche Erkrankungen
Fast alle chronischen Erkrankungen stellen eine dauerhafte Belastungssituation für die Betroffenen dar und können Depressionen zur Folge haben. Insbesondere ist dies bei Patienten mit Morbus Parkinson, Schlaganfall, Epilepsie, Herzrhythmusstörungen, Krebserkrankungen, Schilddrüsen-Funktionsstörungen (Über- oder Unterfunktion) und Diabetes der Fall.
Erlernte negative Denkstrukturen
Unsere Denk- und Verarbeitungsmuster entstehen in der Regel in der Kindheit und können, wenn sie z.B. besonders pessimistisch und unflexibel sind, eine Depression verursachen. Betroffene zeigen häufig eine negative Sicht auf sich und ihre Umgebung und sind ohne Hoffnung in Bezug auf die Zukunft. Auch übermäßige Selbstkritik und der Fokus auf generell negative Interpretationen von Ereignissen sind Bedingungen, welche die Entstehung einer Depression begünstigen können. Leitsätze, die einmal für uns galten, können eventuell heute nicht mehr dem aktuellen Alltag standhalten.
Schlafstörungen
Wer häufig Probleme mit dem Schlaf hat, kann anfälliger für Depressionen sein. Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) spricht bei Menschen mit Schlafstörungen von einem drei- bis vierfach höheren Risiko für psychische Erkrankungen wie die Depression.

Sie sind nicht allein, wenn Sie unter depressiven Symptomen leiden.

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