Therapiemöglichkeiten

Welche Behandlung für einen Patienten geeignet ist, hängt von der Diagnose, vom Schweregrad der Erkrankung und dem bisherigen Krankheitsverlauf sowie von dessen persönlichen Wünschen ab. In jedem Fall sollten Betroffene gemeinsam mit ihrem Arzt oder Psychologen das Für und Wider der in Frage kommenden Verfahren gründlich abwägen.

 

Die Behandlung verfolgt stets mehrere Ziele. Die Symptome sollen so weit zurückgehen, dass die Betroffenen ihr seelisches Gleichgewicht wiederfinden und wieder in der Lage sind, ihren sozialen wie beruflichen Alltag mit Freude und Erfolg zu bewältigen, um ein ausgefülltes, zufriedenstellendes Leben zu führen. Darüber hinaus soll die Wahrscheinlichkeit für einen Rückfall oder eine spätere Wiedererkrankung so gering wie möglich gehalten werden.

 

Medikamentöse Therapie

Einige psychische Erkrankungen werden mit Medikamenten behandelt werden, die auf die Psyche wirken. Zur Behandlung von beispielsweise depressiven Störungen stehen zahlreiche Medikamente zur Verfügung. Bei mittel- oder schwergradigen depressiven Episoden wird Betroffenen eine Behandlung mit Medikamenten, häufig in Kombination mit einer Psychotherapie, angeboten. Die Medikamente können allerdings vielfältige Nebenwirkungen aufweisen. Generell ist bei der medikamentösen Behandlung Nutzen und Risiko miteinander abzuwägen.

 

Psychotherapie

In der Psychotherapie versucht der Psychotherapeut, den Patienten (im Gespräch oder mit bestimmten Übungen) dabei zu unterstützen, den Weg aus der Erkrankung zu finden. Der Patient hat hierbei eine aktive Rolle. Das bedeutet, Psychotherapie ist weitgehend Hilfe zur Selbsthilfe.

Es gibt viele verschiedene Arten und Formen der Psychotherapie. In Deutschland werden bei der Behandlung in der Regel nur Psychotherapieverfahren von den gesetzlichen Krankenkassen anerkannt und bezahlt, die zu den sogenannten Richtlinienverfahren gehören. Als Richtlinienverfahren bei gelten die Verhaltenstherapie und die psychoanalytisch begründeten Verfahren (Psychoanalyse und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie). Neben den Richtlinienverfahren gibt es als weitere wissenschaftlich anerkannte Verfahren auch noch die Systemische Therapie und die Gesprächstherapie. Darüber hinaus haben sich zahlreiche weitere Therapieansätze entwickelt: Soziotherapie, Wachtherapie, Gestalttherapie, Lichttherapie, Kunsttherapie, Hypnose und viele andere. Abhängig von der persönlichen Situation des Patienten bilden einige von ihnen vielversprechende psychotherapeutische Ergänzungen, um den individuellen Facetten der Erkrankung gerecht zu werden.

 

 

5 Beispiele Für Therapiemöglichkeiten:

Verhaltens-

Therapie

Basierend auf modernen Lerntheorien kann jedes erlernte Verhalten auch wieder verlernt werden.

Systemische

Therapie

Der systemische Ansatz sieht Menschen nicht für sich allein, sondern als Teil eines sozialen Systems.

Online

Selbsthilfe

Schnelle, persönliche und wirksame Unterstützung mit Selbstlernprogrammen im Internet erhalten.

Selbsthilfe

Möglichkeiten , wie sich Betroffene und deren Angehörige selbst helfen und gegenseitig unterstützen können.

Achtsam-

keit

Eine besondere Form der Aufmerksamkeit, die frei von Bewertungen auf das Hier und Jetzt lenkt.

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