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Grundauffassungen und Konzepte

Stress mag positiv oder negativ spürbar sein, in erster Linie ist der negative Stress der, der belastet. Während im allgemeinen Sprachgebrauch Stress häufig mit einer speziellen belastenden Situation gleichgesetzt wird, ist der Begriff in der Fachliteratur als Reaktion auf Belastung zu verstehen.

Stress als Zustand unter Belastung

Auf den Menschen wirken im Alltag unterschiedliche Belastungen, die im menschlichen Körper sehr ähnliche Stressreaktionen hervorrufen. Dies lässt sich auf die frühe Menschheitsgeschichte zurückführen: Ursprünglich hatten diejenigen Organismen einen Evolutionsvorteil, welche bei der Annäherung von Gefahr eine blitzartige Alarmreaktion aktivieren konnten. Mit einer gesteigerten Orientierung und der Mobilisierung von Energiereserven in den Muskeln und im Gehirn konnten reflexhafte Angriffs- oder Fluchtmechanismen genutzt werden.

In ähnlicher Weise reagiert unser Körper mit Stress auf unterschiedlichste objektive Belastungen (zum Beispiel Lärm, Kälte, Hitze) und auch auf hohe Anforderungen durch die Arbeitsleistung. Menschen haben auf Grund ihrer persönlichen Eigenschaften, Gewohnheiten und Lebenserfahrungen eine unterschiedliche Toleranz für derartige Belastungen.

In der frühen Stressforschung wurde Stress ausschließlich als ein Zustand unter Belastung angesehen, der beim Menschen Anspannung und Widerstand auslöst und bei häufiger oder wiederkehrender Belastung zu einer körperlichen Schädigung führt. Heute wird der Blick in der Stressforschung auch darauf gerichtet, welche Konsequenzen aus der Bewertung einer Belastung resultieren können.

Kann sich ein Organismus einer bedrohlichen Situation über lange Zeit hinweg weder entziehen noch sich daran anpassen, um sich zu erholen, hält die dadurch hervorgerufene Aktivierung so lange an, bis die Ressourcen und die Widerstandskraft des Organismus erschöpft sind.

Psychologischer Stress

Neben den objektiven Anforderungen entscheidet die subjektive Beurteilung darüber, ob eine Situation als Herausforderung (Beanspruchung) oder als Überforderung (Belastung) angesehen wird. Diesen Ansatz untersucht die moderne Stressforschung („Transaktionales Stressmodell”). Demnach kommt (psychologischer) Stress dann zustande, wenn Menschen zum Schutz des eigenen Wohls aktiv werden müssen und die Bewältigungsmöglichkeiten des Menschen beansprucht oder überfordert sind.

In der Regel werden unangenehme Situationen weniger als Belastung angesehen, wenn sie nur von kurzer Dauer sind oder „Flucht“ möglich ist, also die Möglichkeit besteht, die Belastung zu kontrollieren.

Versucht man beispielsweise mit zugehaltener Nase durch einen Trinkhalm im Mund zu atmen und zwei Minuten im Raum umherzugehen, strengt dies sehr an. Der Versuch erzeugt Atemnot, Beklemmung in der Brust und bei manchen Menschen Angst. Ein solcher Versuch kann verstehen helfen, wie es Asthma-Patienten geht. Die Patienten haben nicht die Möglichkeit, die Situation zu kontrollieren. Allgemein lösen Belastungen dann einen stärkeren Stress aus, wenn man dabei einen hohen Kontrollverlust empfindet. Die Möglichkeiten, belastende Situationen zu verarbeiten und zu bewältigen, sind dabei so vielfältig wie die auslösenden Situationen selbst.

Ressourcen-Ansatz

Vertreter des Ressourcen-Ansatzes heben hervor, dass sich Stressmanagement schon rein begrifflich am Stress orientiert. Sie plädieren stattdessen für eine Orientierung auf positive Aktivität und erfreuliche Erlebnisse.

Wohlbefinden und Zufriedenheit werden beim Ressourcen-Ansatz als Ressourcen für den Umgang mit Stress gesehen. Nach dieser Theorie kommt es zu Stressreaktionen, wenn der Verlust von Ressourcen droht beziehungsweise eintritt. Eine vorübergehende Belastung ist mit dem eigenen Wohlbefinden vereinbar, wenn mit der Anstrengung ein Zugewinn an Ressourcen einher geht.



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