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Wechselwirkungen von Herz, Angst und Depression

Leichte Herzrhythmusstörungen stellen häufig kein grundsätzliches Krankheitsproblem dar. Erst eine Fehlverarbeitung der Patienten kann zu hohen Leidensdruck, Angst und somit zur Behandlungsbedürftigkeit führen.

Begleitet von einer Depression oder Angst wird der Patient sehr stark in seinem alltäglichen Leben eingeschränkt. Schwere Herzrhythmusstörungen stellen hingegen eine großes Krankheitsproblem dar und führen zu Leistungsminderung, Schwindel oder Schlaganfällen. Diesen Rhythmusstörungen liegt meist eine genetische oder strukturelle Herzerkrankung zugrunde.

Psychosoziale Faktoren wie Angst, Stress und Depression werden häufig in Studien als einleitender Faktor oder Auslöser für Herzrhythmusstörungen beschrieben. Sogar bei Patienten, die keine dokumentierte Herzerkrankung aufweisen, konnten durch Belastungsfaktoren im Umfeld vorübergehende Störungen nachgewiesen werden. Herzrhythmusstörungen können zu einer großen Angst vor dem Alltag und vor Aktivitäten führen. Daraus resultiert, dass diese Angst zu Vermeidungsverhalten/Schonverhalten und Depression führen kann. Durch Angst, Vermeidungsverhalten/Schonverhalten und Depression entsteht ein Teufelskreis, der die Störung aufrechterhalten kann und dazu beiträgt, dass der Patient seinen Alltag nicht mehr wie gewohnt meistern kann.

Säulen der Therapie

Die Therapie kann aus mehreren Säulen bestehen:

  • Medikamentöse Behandlung,
  • operative Eingriffe und
  • psychologische Betreuung.

Zum einen sollte die medikamentöse Behandlung mit dem Arzt abgesprochen werden. In einigen Fällen kann auch eine Operation notwendig sein. Hier erfolgt dann das Einsetzen eines Herzschrittmachers oder eines Defibrillators. Neben der körperlichen Behandlung ist es wichtig, die Psyche der Patienten nicht aus dem Blick zu verlieren. Verschiedenste körperliche Behandlungen haben Einfluss auf das Körper- sowie Selbstbild der Patienten und können Ängste und Depressionen auslösen.

Daher spielen psychische Faktoren eine große Rolle in der Behandlung. Stressfaktoren können das Auftreten einer Störung begünstigen. In einigen Studien konnte nachgewiesen werden, dass bei chronischem Stress, Angst und Depression ein erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen besteht. Psychische Reaktionen auf Herzrhythmusstörungen sind sehr unterschiedlich. Oft lösen Reaktionen eine hohe Angst aus. Die Patienten suchen häufiger den Arzt auf. Die entstandene Angst kann laut Professor Dr. med. Christoph Hermann-Lingen auch ein (Mit-)Auslöser der Herzrhythmusstörungen sein. Unter Patienten mit bekannten Herzrhythmusstörungen oder überlebtem plötzlichen Herztod weisen bis zu 50 % Symptome einer Angsterkrankung und/oder Depression auf.

Am besten kann aus bisherigem Forschungsstand eine Therapie wirken, die aus der Kooperation zwischen Kardiologe, Hausarzt und Psychotherapeuten besteht. Es ist sehr wichtig, dass diese Kooperation funktioniert, da sich körperliche und psychische Faktoren gegenseitig beeinflussen können. Somit wäre eine einseitige Behandlung nicht zielorientiert. Bei der psychologischen Betreuung sollten alle Fragen des Patienten geklärt werden. Hier kann die Angst der Patienten deutlich werden. Idealerweise wird gemeinsam ein Krankheitsmodell erstellt. Dieses kann auch mit den Angehörigen besprochen werden, die ebenso viele Fragen haben und verunsichert sind.



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