Blog

18. Mai 2021

Ein klassischer Fall… von Burnout

Frau M. ist 45 Jahre alt, verheiratet und Ingenieurin in einem großen Konzern. Sie ist völlig überfordert mit der Arbeitssituation – muss sich im Job sehr hohen Anforderungen stellen und hat ein großes Team zu verantworten, in dem es ständig Querelen gibt.
Frau M. schläft sehr schlecht und sehr wenig, fühlt sich ständig erschöpft und kann sich nicht mehr wirklich erholen. Sie zieht sich immer mehr in sich zurück, leidet unter Stimmungsschwankungen und fühlt sich oft leer und traurig. Auch ihr Privatleben leidet bereits sehr unter ihrer Anspannung.

Als AXA-Versicherte wendet sie sich an das Team Gesunde Seele und nimmt nach einem Beratungsgespräch das Angebot der `Patientenbegleitung´ an.

Im ersten Gespräch mit mir schildert sie ihre Situation und erklärt, dass organisch bereits alles untersucht sei und es keine Auffälligkeiten gäbe. Eine Psychotherapie habe sie bisher nicht in Anspruch genommen.
Zunächst höre ich nur zu und ganz genau hin, erfrage weitere Hintergründe, um mir ein Bild machen zu können. Wir klären, was Burnout eigentlich ist und ich kann ihr Mut machen, dass es sehr hilfreiche Strategien gibt, ihre Themen besser zu bewältigen.

In den nächsten zehn Gesprächen, die wir engmaschig terminieren, biete ich ihr diverse Techniken an, die die Schlafhygiene positiv beeinflussen können. Sie erinnert sich, dass sie vor einigen Jahren PMR (Progressive Muskelrelaxation) ausprobiert und es ihr gut getan hat. Sie möchte das wieder reaktivieren. Außerdem nutzt sie `Novego RELAX´, das Online-Unterstützungsprogramm zum Umgang mit Stress.

Wir arbeiten an ihren inneren Glaubenssätzen. Wir erarbeiten gemeinsam, dass Aussagen wie „Ich muss mich zusammenreißen“, „Ich muss immer für andere da sein“ oder „Ich darf nicht jammern“ ihren Alltag bestimmen und hinterfragen diese. Dabei wird ihr klar, dass die Sätze überholt sind und heute keine Gültigkeit mehr haben müssen. Das verhilft ihr dazu, ihrer Familie und ihrem Vorgesetzten auch mal ein klares NEIN entgegenzusetzen.

Im Laufe der nächsten Wochen gelingt es ihr mit regelmäßigen Schlafenszeiten und abendlicher Entspannung wesentlich länger zu schlafen, was ihre Lebensqualität signifikant verbessert.

Wir finden zusammen heraus, wie sie mit mehr Achtsamkeit ihre Bedürfnisse spüren und dementsprechend anders agieren kann. Sie baut Überstunden ab, schafft sich `Auszeiten´ und entwickelt dadurch eigene Ressourcen, die ihr zu mehr Ausgeglichenheit verhelfen. Sie hat das Joggen wieder für sich entdeckt, was ihr Kraft gibt.

In den Folgegesprächen schauen wir, wo es noch schwierig ist, neue Verhaltensmuster umzusetzen. Im letzten Gespräch verabschieden wir uns mit dem guten Gefühl, dass sie ihren Weg gefunden hat und sehr zuversichtlich ist, nicht wieder in den Teufelskreis zu geraten.

Nicoletta E., AXA-Patientenbegleiterin / SANVARTIS

Teilen Sie diesen Beitrag auf:

Sie sind nicht alleine, wenn Sie unter psychischen Belastungen leiden.

Informieren Sie sich auf unseren Seiten über die Krankheitsbilder, Therapiemöglichkeiten und die vielen Unterstützungsmöglichkeiten der AXA.

Dies ist eine unabhängige Patienteninformation, die ohne Mitwirken von Sponsoren erarbeitet wurde, mit dem Ziel, unseren Nutzern bedarfsorientierte und qualitativ hochwertige Inhalte zu präsentieren, die auch ohne medizinisches Fachwissen verständlich sind. Es wird keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. In allen Belangen kann und sollte der behandelnde Arzt konsultiert werden. Diese Patienteninformation kann keine ärztliche Beratung, Diagnostik oder Therapie ersetzen.

Wollen Sie sofort etwas gegen Niedergeschlagenheit, Angst oder Erschöpfung tun? Als AXA Versicherte/r können Sie sich auf kompetente Beratung und wirksame Hilfsprogramme verlassen.

nach oben