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Prävention der Depression

Wie kann man depressiven Symptomen vorbeugen? Soziale und körperliche Aktivität, ausreichende Möglichkeiten zur Ruhe und Entspannung, stabile Beziehungen sowie stabile Tagesstrukturen und ausreichend Schlaf können hilfreiche Ansätze zur Vorbeugung von Depressionen sein.

Früherkennung

Menschen, die ein erhöhtes Risiko für Depressionen aufweisen, sollten früh damit beginnen, ihre Kompetenzen im Umgang mit alltäglichen Belastungen, aber auch mit möglichen unerwarteten Krisensituationen zu fördern. Zur Risikogruppe zählen Menschen, die bereits früher Depressionen hatten, an körperlichen Erkrankungen leiden, einen gesteigerten Alkohol- oder Drogenkonsum aufweisen oder deren Familienangehörige starke emotionale Probleme hatten oder sich das Leben genommen haben. Sollte der Verdacht auf eine Depression bestehen, können Betroffene sich vertrauensvoll an ihren behandelnden Arzt oder einen Psychologen wenden, um Möglichkeiten der Früherkennung in Anspruch zu nehmen.

Soziale Aktivität

Kontakte und regelmäßiger Austausch mit anderen Menschen können helfen, einer Depression vorzubeugen. Rückzug ist meist ein erstes Symptom von Depression und kann durch die Isolation viele weitere depressive Symptome auslösen bzw. verstärken. Deswegen ist es entscheidend, auf ein konstantes Maß an sozialen Kontakten zu achten, vorhandene Kontakte zu pflegen und neue Kontakte aufzubauen.

Bewegung

Durch körperliche Aktivität wie Spazierengehen an der frischen Luft, Radfahren o.ä. kann das eigene Wohlbefinden gesteigert werden. Aber übertreiben sollten Sie es nicht - nur wer sich realistische Ziele setzt, kann unnötige Enttäuschungen vermeiden. Wichtig: Planen Sie neben der Aktivität auch genug Zeit für Ruhephasen ein.

Genuss und Entspannung

Achten Sie in Ihrem Alltag auf eine Balance zwischen Pflichten und angenehmen Aktivitäten. Dies ist für ihre Ausgeglichenheit und somit als Schutz vor Depressionen essentiell. Nehmen Sie sich Zeit für Genuss von Dingen, die Ihnen Freude bereiten und probieren Sie sich in Entspannungsverfahren, um in Ihr Leben immer wieder Momente des Innehaltens und Auftankens zu integrieren.

Stabile Beziehungen

Menschen, die sich in Partnerschaften befinden, die ihnen Sicherheit, Nähe und Vertrauen geben, leben gesünder. Das Bindungshormon Oxytocin hat eine positive Wirkung auf die Psyche und beugt der Entstehung depressiver Symptome vor.
Freunde, die unser Leben bereichern, anstatt von uns zu viel zu fordern oder uns zu belasten. Eine Familie gibt ebenso Stabilität und Anregungen für den Alltag.

Stabile Tagesstrukturen

Klare Tagesstrukturen (feste Aufstehzeiten und regelmäßige Mahlzeiten) können äußerst hilfreich sein, um ein gesundes und ausgeglichenes Leben zu führen. In schriftlicher Form kann ein solcher Plan beispielsweise helfen, um Schlafprobleme zu lindern.

Ausreichend Schlaf

Der Schlaf spielt eine bedeutsame Rolle für unser körperliches und emotionales Wohlbefinden. Im Gegensatz zum therapeutischen Schlafentzug zur Stimmungsaufhellung bei einer aktuellen depressiven Störung kann regelmäßiger und ausreichender Schlaf als Schutz vor Depressionen wirken. Nutzen Sie unsere Regeln zur Schlafhygiene, um zu einem gesunden und erholsamen Schlaf zu finden.

Die eigenen Stärken stärken und die Schwächen schwächen

Da Depressionen häufig eine Reaktion auf eine starke Überforderung darstellen, ist es im Sinne der Prävention wichtig, sich die eigenen Stärken und Schwächen vor Augen zu führen. Betroffene verlieren in einer depressiven Phase oft die Fähigkeit, eigene Stärken als solche erkennen zu können und nehmen nur noch ihre eigenen vermeintlichen Fehler wahr. Menschen, die auf ihre Stärken stolz sind und ihre Schwächen kennen und akzeptieren, sind besser vor Depressionen geschützt, als Menschen, die dazu neigen, zu streng mit der eigenen Person ins Gericht gehen. Die Wahrnehmung depressiver Menschen in Bezug auf ihre Umwelt und sich selbst ist verzerrt und wird nicht realitätsnah empfunden.



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